Eine schwere Diagnose kann das gemeinsame Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Pläne werden unsicher, Rollen verschieben sich, der Alltag bekommt eine andere Schwere.
Dabei steht verständlicherweise zunächst die erkrankte Partnerin im Mittelpunkt. Die eigene Belastung gerät leicht in den Hintergrund.
Vielleicht versuchen Sie, möglichst viel aufzufangen. Vielleicht wechseln Hoffnung und Sorge einander ab. Vielleicht merken Sie erst mit der Zeit, wie viel Kraft die Situation kostet.
Psychotherapie kann einen geschützten Rahmen bieten, um auch Ihre eigene Situation in den Blick zu nehmen.
Im Erstgespräch klären wir Ihre aktuelle Belastung und ob psychotherapeutische Begleitung der passende Rahmen ist.
Erstgespräch vereinbarenWenn eine Diagnose das gemeinsame Leben verändert
Eine schwere Erkrankung betrifft nicht nur den Menschen, der die Diagnose erhält.
Auch als Partner können Sie mit Unsicherheit, Angst, Kontrollverlust oder veränderten Zukunftsvorstellungen konfrontiert sein. Gleichzeitig muss vieles weitergehen: Alltag, Arbeit, Entscheidungen und möglicherweise die Verantwortung für Kinder.
Dabei steht nicht fest, wie die Erkrankung verlaufen wird. Es geht deshalb nicht darum, sich vorschnell auf Abschied einzustellen. Hoffnung und Befürchtung dürfen gleichzeitig vorhanden sein.
Zwischen Sorge, Verantwortung und eigener Belastung
Auch die Partnerschaft kann sich verändern.
Vielleicht übernehmen Sie mehr Aufgaben. Vielleicht fällt es schwer, eigene Bedürfnisse anzusprechen, weil die Belastung Ihrer Partnerin größer erscheint. Nähe kann wichtiger werden – und zugleich schwieriger.
In der Psychotherapie kann es darum gehen, genauer wahrzunehmen, was Sie selbst gerade belastet, wo Ihre Grenzen liegen und welche Unterstützung Ihnen zur Verfügung steht.
Nicht jede Situation braucht sofort eine Lösung. Manchmal geht es zunächst darum, wieder mehr Orientierung in einer Situation zu finden, die sich nicht vollständig kontrollieren lässt.
Wenn Sie zugleich Vater sind
Mit Kindern kommt eine weitere Verantwortung hinzu.
Vielleicht möchten Sie Sicherheit vermitteln und wissen selbst nicht, was die nächsten Monate bringen. Vielleicht fragen Sie sich, was Sie Ihren Kindern sagen können oder wie viel Sie selbst noch tragen können.
Ihre Rolle als Vater, Ihre Belastungsgrenzen und schwierige Gespräche innerhalb der Familie können Teil Ihrer eigenen Psychotherapie sein.
Die Behandlung richtet sich dabei an Sie. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie oder eine eigenständige Familienbehandlung sind nicht Bestandteil dieses Angebots.
Worum es in der Psychotherapie gehen kann
Ausgangspunkt ist Ihre eigene psychische Situation.
Themen können beispielsweise sein:
- mit Unsicherheit und Angst umgehen
- die eigene Belastung früher wahrnehmen
- Veränderungen in Partnerschaft und Familie sortieren
- vorhandene Ressourcen und Unterstützung besser nutzen
- eigene Grenzen erkennen
- wieder mehr Orientierung und Handlungsspielraum entwickeln
Welche Themen tatsächlich wichtig sind, ergibt sich aus Ihrer individuellen Situation.
Rahmen und Grenzen der Begleitung
Das Angebot ist psychotherapeutische Einzelarbeit für Erwachsene im Rahmen der Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie.
Es ersetzt keine medizinische, palliative oder sozialrechtliche Beratung und behandelt weder die Erkrankung Ihrer Partnerin noch Ihre Kinder.
PTBS und komplexe PTBS übernehme ich derzeit nicht als eigenständige Behandlungsindikation. Wenn eine andere oder spezialisiertere Behandlung erforderlich ist, wird dies offen besprochen und bei Bedarf weitervermittelt.
Mehr zum allgemeinen Rahmen finden Sie unter Psychotherapie in Berlin-Kreuzberg.
Erstgespräch, Ablauf und Kosten
Im Erstgespräch können Sie schildern, was Sie aktuell beschäftigt und wie sich die Situation auf Ihren Alltag, Ihre Beziehung und gegebenenfalls Ihre Rolle als Vater auswirkt.
Gemeinsam klären wir, ob eine psychotherapeutische Behandlung bei mir passend ist.
Selbstzahlerleistung. Eine Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen erfolgt nicht.
Wenn eine Kostenerstattung für Sie wichtig ist, klären Sie dies bitte vorab direkt mit Ihrer Versicherung.
Vereinbarte Termine können bis 24 Stunden vor Beginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Danach kann unter den im Behandlungsvertrag geregelten Voraussetzungen ein Ausfallhonorar entstehen.
Erstgespräch vereinbarenUnterlagen für Patientinnen und Patienten
Vor Ihrem Termin können Sie sich hier über den Behandlungsrahmen und die Verarbeitung Ihrer Daten im Rahmen von Kontakt, Terminorganisation und Behandlung informieren.
Häufige Fragen
Ist dieses Angebot nur für Männer gedacht, deren Partnerin sterben wird?
Nein. Eine schwere Erkrankung bedeutet keinen bestimmten Verlauf. Im Mittelpunkt steht Ihre gegenwärtige psychische Belastung.
Meine Partnerin ist krank. Darf ich selbst überhaupt Hilfe brauchen?
Auch Partner schwer erkrankter Menschen können erheblich belastet sein. Ob Psychotherapie sinnvoll ist, wird anhand Ihrer eigenen Situation geklärt.
Kann unsere Beziehung Thema sein?
Ja, soweit Veränderungen der Partnerschaft zu Ihrer eigenen Belastung gehören. Dieses Angebot ist jedoch keine Paartherapie.
Was ist, wenn wir Kinder haben?
Ihre Rolle als Vater und Fragen im Umgang mit den Kindern können reflektiert werden. Die Kinder selbst werden im Rahmen dieses Angebots nicht behandelt.
Ist das Trauertherapie?
Nein. Ein bevorstehender Tod oder ein bestimmter Trauerprozess wird nicht vorausgesetzt.
Was passiert, wenn meine Partnerin später verstirbt?
Eine bestehende psychotherapeutische Begleitung kann grundsätzlich weitergeführt werden, sofern sie weiterhin fachlich passend ist. Die Themen können sich dann verändern.
Wenn Ihre Partnerin bereits verstorben ist, finden Sie Informationen zur Begleitung bei Trauer und Vatersein nach dem Tod der Partnerin.
Kontakt
Wenn Sie klären möchten, ob psychotherapeutische Begleitung in meiner Praxis für Ihre Situation passend sein könnte, vereinbaren Sie gerne ein Erstgespräch.